Sobald die ersten Bäume im Spätsommer beginnen, vereinzelte Blätter abzuwerfen, lohnt es sich, diese direkt in den bestehenden Kompost einzuarbeiten, statt einen separaten Blätterhaufen anzulegen. So bleibt der Garten aufgeräumt, und der Kompost erhält gleichzeitig wertvolles, trockenes Material.
Blätter richtig einarbeiten
Sammeln Sie die ersten gefallenen Blätter regelmässig ein, solange die Menge noch überschaubar ist und sich leicht mit dem übrigen Kompostmaterial mischen lässt. Später im Herbst fallen die Blätter oft in so grossen Mengen, dass eine gleichmässige Einarbeitung schwieriger wird.
Zerkleinern Sie grössere, trockene Blätter grob, bevor sie in den Kompost gelangen, da kleinere Stücke deutlich schneller verrotten als ganze, unversehrte Blätter. Ein Überfahren mit dem Rasenmäher eignet sich dafür oft besonders gut, sofern ohnehin gemäht wird.
Mischen Sie die Blätter mit frischerem, feuchterem Material aus der Küche oder dem Garten, statt sie als reine Schicht auf den Kompost zu legen. Eine gute Durchmischung verhindert, dass sich die Blätter zu einer dichten, schlecht durchlüfteten Matte zusammenlegen.
Achten Sie darauf, kranke oder von Schädlingen befallene Blätter nicht einfach mit in den Kompost zu geben, sondern getrennt zu entsorgen. Gesunde Blätter dagegen sind ein wertvoller Bestandteil für die spätere, krümelige Komposterde.
Wenden Sie den Kompost nach der Zugabe der ersten Blätter noch einmal durch, damit sich das neue Material gleichmässig mit den älteren Schichten vermischt. Das beugt einer einseitigen, verdichteten Blätterschicht innerhalb des Haufens wirksam vor.
Legen Sie sich ruhig einen kleinen Vorrat an trockenen Blättern zur Seite, statt gleich alle auf einmal zu verarbeiten, denn dieser Vorrat lässt sich später gut nutzen, wenn im Kompost wieder mehr feuchtes, grünes Material anfällt und ein Ausgleich nötig wird.
Mit dieser regelmässigen, kleinen Ergänzung bleibt der Komposthaufen über den ganzen Spätsommer hinweg aktiv und ausgewogen. So profitiert der Garten im nächsten Frühjahr von besonders reichhaltiger, gut verrotteter Erde aus dem eigenen Kompost.